EROS – damit kein Wundern mehr Platz hat. Im Stationentheater EROS geht es darum, Erleben nicht zu definieren, zu vergleichen, zu bewerten und zu unterscheiden, sondern zu erfahren, zu spüren und zu verändern. Das Stück thematisiert Sexualität als Ausgangspunkt für Unterdrückung und Diskreditierung und das Bedürfnis nach mehr Spielraum. Wir erleben sie nicht nur als etwas höchst Privates und Intimes, sie ist auch Gegenstand von sozialen Regelungen, Ethik und Moral und deshalb ein wichtiges Thema in Öffentlichkeit und Gesellschaft. Darsteller*innen sind diejenigen, die ihren Körper als Teil ihrer Person sehen wollen, an dem nicht kritisiert und korrigiert wird, der Sinnlichkeit empfangen und bereiten kann. Jeder Lebensentwurf ist einzigartig. So gibt es nicht DIE Behinderung und DIE Sexualität, sondern in erster Linie Menschen, die körperlich, geistig und/oder psychisch durch ihr Anders-Sein daran gehindert sind, am sozialen, politischen, gesellschaftlichen und sexuellen Leben teilzunehmen. Das Stück spannt den Bogen von der Innigkeit und Einheit in Platons Mythos der Kugelmenschen über die Verachtung und Vernichtung von Menschen mit Behinderung in der Geschichte hin zu den unzähligen Versuchen der Integration in eine vermeintlich normale Gesellschaft.
Hier die Podcast-Folge zum Stück:

